Darnsee, Bramsche

Unsere Kirche

Alte Luftaufnahme

Der Wandel des Gartenstadt äußert sich auch im Wandel des Kirchengemeinde. Die Gartenstadt ist mit den Jahren selbstbewusst geworden.
Vielen Menschen geht es deutlich besser als früher.
Die St. Johannisgemeinde bietet ein buntes Angebot für die vielen Menschen des Stadtteils an. Noch immer ist sie ein Band, was Menschen des Stadtteils zusammenhalten kann.
Ganz besonders hat St. Johannis aber diejenigen Menschen der Gartenstadt im Blick, an denen der aufkommende Wohlstand der anderen vorbeigegangen ist.

Kirchenbau St. Johannis
Kopfgrafik St.Johannis Fenster
St.Johannis Bramsche 

Die Fenster der Johanniskirche

Die St. Johanniskirche hat einen reichen Schatz an Bildern und Symbolen der Bibel und des christlichen Glaubens. Leider sind nicht alle Darstellungen für die Gemeinde gut sichtbar. Die folgende Beschreibung soll eine Hilfe zum Erkennen sein.

Am auffälligsten sind die beiden farbigen Glasbänder im oberen Teil an den Längsseiten der Kirche. Vom Altar aus gesehen wird in der Reihenfolge zum Eingang hin folgendes dargestellt:

Auf der linken Seite:
1. zu erkennen sind fünf Brote und zwei Fische, also die Geschichte der "Speisung der 5000" aus dem Markus-Evangelium Kapitel 6,30-40 und den Parallelen in Matthäus 14,13-21; Lukas 9,10-17 und Johannes 6,1-13.
2. Ein Netz ist gefüllt mit Fischen, also die Erzählung von Petri Fischzug, bzw. die Berufung des Fischers Petrus zum Jünger Jesu, nachzulesen in Lukas 5,1-11 und in Matthäus 4,18-22 und Markus 1,10-20.
3. Ein rotes und  zwei graue Kreuze sind zu sehen, alle drei (!) sind von einem goldenen Kreuz umgeben. Die Farbe Gold als Symbol für Gott: Mit diesem Kreuzigungsgeschehen hat Gott etwas zu tun! Rechts neben den Kreuzen ist die Stadt Jerusalem angedeutet. Also ein Karfreitagsfenster.
4. Eine lange Tischfläche mit zwölf hellen Symbolen und einem goldenen, rechts ein Hahn: Das Abendmahl Jesu mit seinen 12 Jüngern am Gründonnerstag und die Verleugnung Jesu durch Petrus (Matthäus 26,69-75).

Auf der rechten Seite:
1. Eine Taube in einer goldenen Umrandung (goldgelbe Farbe von jeher ein Symbol für das Göttliche, für Gott), Symbol des göttlichen Geistes, darunter 12 rote tropfenförmige Teile: Die 12 Jünger und rechts aus der Apostelgeschichte 2,1-13: Die Ausgießung des mutmachenden heiligen Geistes auf die 12 Jünger.
2. Sechs große Krüge sind zu erkennen, dahinter verbirgt sich die Erzählung aus Johannes 2,1-12: Die Hochzeit zu Kana, die Verwandlung von Wasser zu Wein.
3. Nicht sehr deutlich: Das Gleichnis Jesu aus Lukas 8,4-15 vom zweifachen Ackerfeld, das Wort Gottes, der Same, fällt auf sehr verschiedenen Boden; Menschen nehmen den christlichen Glauben an und verlieren ihn.
4. Ein blutbeflecktes rotes Schwert und eine Anzahl von gelben Sternen: Die Geschichte der Geburt Jesu und der sogenannte Kindermord zu Bethlehem aus Matthäus 2.
5. Zwei unterschiedliche Buchstabensymbole:
a) die zwei griechischen Buchstaben "X" (Ch) und "P" (R), also die ersten Buchstaben von Christus und
b) der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets: "A" (A) und "Omega" (O). Erinnerung an das Wort Jesu aus Offenbarung 1,11: Ich bin das A und O, der Erste und der Letzte.

Kreuz Kirche
 Jörg Hengmith

Das Kreuz über dem Altartisch

Braun gebrannte Kacheln in einem Metallrahmen: Der helle Körper des gekreuzigten Jesus; über seinem Kopf eine Krone, Hinweis auf die Auferstehung; neben seiner rechten Hand die blaugekleidete Figur der Maria, neben seiner linken Hand die helle Figur des Johannes; über seinem rechten Arm die verfinsterte Sonne und über seinem linken Arm ein Halbmond, vgl. Lukas 23,44, "Und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde und die Sonne verlor ihren Schein." Zu Füßen des Gekreuzigten ist eine Schlange zu sehen, das Symbol für den Tod und das Böse. "Jesus hat den Tod und das Böse, die Schuld, die Sünde besiegt."

Taufbecken St.Johannis
Taufbecken St.Johannis

Der Taufstein

 Der sonst nicht besonders künstlerisch gestaltete Taufstein hat eine Abdeckung mit einem Knauf.

Auf ihm ist die Arche Noah, umgeben von Wasser, abgebildet, vgl. 1. Mose 6,5-8,22.

Die Altarraumabgrenzung hinter dem Taufstein

Die hier angebrachten blauen Kacheln sind am schwierigsten zu sehen und zu deuten:
Die eine Kachel zeigt ebenfalls die Arche Noah und die Taube, die Noah ausgesandt hatte, um festzustellen, ob das Wasser schon die Erde freigegeben hat.
Die andere Kachel bezieht sich auf eine sehr bekannte Stelle in der Schöpfungsgeschichte: 1. Mose 2,10-14: "...vom Eden ging ein Strom aus, den Garten zu bewässern, und teilte sich in vier Hauptarme, sie heißen PISCHON, GIHON, TIGRIS und EUPHRAT."

Altar
Jörg Hengmith

Die blaue Kachel auf dem Altar

Hier finden wir das Symbol aus dem Johannes-Evangelium 1,29.
"Am nächsten Tag sieht Johannes der Täufer, dass Jesus zu ihm kommt und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt."

Kanzel
 Jörg Hengmith

Die Kanzel

Auch die Kanzel hat auf drei Seiten Symbole und Bilder des christlichen Glaubens:
Auf der Vorderseite die Tiersymbole der vier Evangelisten: Matthäus (geflügelter Stier); Markus (geflügelter Löwe); Lukas (geflügelter Mensch); Johannes (geflügelter Adler).
Diese Symbole haben ihren Hintergrund aus der Offenbarung 4,6-8.
Auf der linken Seite die schon bei den Fenstern erwähnten griechischen Buchstaben A (Alpha) und O (Omega).
Auf der rechten Seite die zwei Gesetzestafeln der zehn Gebite.

Orgel Gesamtansicht
 Jörg Hengmith

Die Kreienbrink-Orgel in unserer Kirche

Es ist eine lange Geschichte, die "Entstehung" unserer Orgel, denn erst 12 Jahre nach der Einweihung wurde der Kirchenraum mit einer "richtigen" Orgel ausgestattet. Komplizierte Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren, unterschiedliche Auffassungen über Art, Größe und Standort in der Kirche und nicht zuletzt fehlende Finanzmittel haben zu jahrelangen Diskussionen geführt und den Bau der Orgel immer wieder verzögert. Orgelsachverständige haben oft auf die Dringlichkeit des Vorhabens hingewiesen und dabei die damals eingesetzten kleinen Instrumente als Provisorien und Zumutung für die Gemeinde bezeichnet.
Nach dem langen Hin und Her hat der Kirchenvorstand am 31.10.1972 die Initiative ergriffen und den Bau einer Orgel beschlossen. Das Landeskirchenamt (LKA) wurde unter dem 25.11.1972 über den Beschluss informiert. Ausdrücklich weist der Kirchenvorstand in dem Schreiben darauf hin, "dass nun unter allen Umständen das Orgelbauvorhaben realisiert werden soll."
Die unmissverständliche Position des KV hat Wirkung gezeigt. Schon am 7.12.1972 erging seitens des LKA die Zusage über einen Zuschuss in Höhe von 30.000 DM. Den Auftrag für den Bau hat die Firma Kreienbrink aus Osnabrück am 11.3.1973 erhalten.
Die festliche Einweihung mit Kantor Jan-Jürgen Wasmuth konnte bereits am 28.10.1973 gefeiert werden.
Die Gemeinde hat ein Instrument erhalten, dass technisch ausgezeichnet gelungen und handwerklich solide verarbeitet ist. Orgeln reagieren ganz besonders auf Wetter- und Temperaturschwankungen. Dank der guten Arbeit des Orgelbauers ist unsere Orgel damit bisher problemlos fertig geworden. Auch die große Kirchenrenovierung Anfang der 90er Jahre hat sie gut überstanden. Eine Generalüberholung war erst 1999 notwendig.
Ihre eigentliche Zweckbestimmung ist die gottesdienstliche Begleitung der Gemeinde. Bei der Austattung (Disposition) wurde daruf besonders geachtet. Aber auch solistisches Orgelspiel ist möglich, wie die Orgelkonzerte seinerzeit gezeigt haben. Nicht jedermanns Sache ist das scharfe Klangbild. Mit dieser Disposition ist die Orgel jedoch optimal auf den Kirchenraum abgestimmt.
Leider verfügt die Orgel nur über sogenannte Labialpfeifen (die vereinfacht dargestellt wie ein Blockflötenkopf aussehen und funktionieren). Obwohl seinerzeit vom LKA empfohlen, wurden keine Zungenregister eingebaut. Bei Zungenregister werden die Töne von schwingenden Metallplättchen erzeugt (wie bei einer Mundharmonika) und ermöglichen ein farben- und klangreiches Orgelspiel.
Für den aus heutiger Sicht günstigen Preis von 83.000 DM hat die Kirchengemeinde 1973 eine Orgel erhalten, die auch in den nächsten Jahrzehnten zuverlässlich funktionieren und zum Lobe Gottes erklingen wird.
 

Eine Kirche für die Gartenstadt

Als nach dem Krieg viele Flüchtlinge das Bild von Bramsche bereicherten, wuchs die Neustadt Bramsches sprungartig an. Der wegen seiner großen Hintergärten "Gartenstadt" genannte Stadtteil gab den vielen Arbeitern die Möglichkeit, ein eigenes Haus in Bramsche zu errichten.


Zunächst gehörte die evangelischen Einwohner wie alle evangelischen Bramscher zu St. Martinsgemeinde. Doch schnell war es klar, dass die Gartenstadt ihre eigene Gemeinde brauchen würde und mit der Gemeinde früher oder später auch ein eigenes Gotteshaus.


So entstand 1960 auf dem Gelände der ehemaligen Baracken die St.Johanniskirche. Noch heute prägt sie das Bild des Stadtteils.

Kirche in 60ern

Die Glocken der St. Johannis-Kirche

Hanschriftlicher Eintrag aus der Chronik der Kirchengemeinde:

Am 16. Juni 1963 fand die Glockenweihe der vier bei der Firma Rincker in Sinn/ Hessen bestellten Bronzeglocken statt. Der Kirchenvorstand war vorher zum Glockenguß nach Sinn gefahren.

Die Glocken haben folgende Töne:
a, b, c und d und Austattung: 
Wappen von Niedersachsen + Psalm 103,2
Wappen von Pommern + Psalm 37,5
Wappen von Ost- und Westpreußen + Hebräer 13,14
Wappen von Schlesien + Matthäus 5,3.

Der Turm der Kirche erhält auch eine zweiseitige, nachts erleuchtete Uhr der Firma Korfhage aus Buer (b. Melle). Die alten Glocken (Zwei Stahlgußglocken, überlassen von der Kirchengemeinde Loxten - 1958), die in einem offenen Turm bisher vor dem Gemeindehaus hängen, wurden an die Kirchengemeinde Achmer übergeben, wo ebenso wie in Hesepe eine eigene selbständige Gemeinde errichtet worden war.

 

S1 Speisung
 Helmut Kohn

Die Speisung der 5000

S2 Fischzug
 Helmut Kohn

Petri Fischzug

S3 Karfr
 Helmuth Kohn

Karfreitag

S4 Gründo
 Helmut Kohn

Gründonnerstag

N 1 Pfingsten
Helmut Kohn

Pfingsten

N2 HZ Kana
 Helmut Kohn

Die Hochzeit zu Kana

N 3 Kindermord
 Helmut Kohn

Der Kindermord

N 4 a+o
Helmut Kohn

Ich bin das A und O