15 Jahre, 75 Gottesdienste, immer wieder neue Themen, Gäste, Lieder oder kreative Ideen. Was vor 15 Jahren als Wagnis begann, hat sich etabliert und Schule gemacht.
Die Idee zu „5 x anders“ wurde am 26./27. Februar 2011 geboren. An diesem Wochenende hatte sich der Kirchenvorstand auf einer Klausurtagung in Settrup mit Fragen des Gottesdienstes beschäftigt. Eine Arbeitsgruppe fragte, was eigentlich mit denen sei, die sonntags morgens gerne ausschlafen oder gemütlich mit der Familie frühstücken wollen? Oder mit denen, die nicht auf Orgelmusik stehen? Daher sollte ein Angebot für neue Zielgruppen, insbesondere für die „Mittlere Generation“, also die 35-55-jährigen, geschaffen werden.
Ein vollwertiger Gottesdienst, kein „2. Programm“ das neben dem „normalen“ läuft. So waren die „5 x anders“-Gottesdienste: Eine originelle Idee, ein Thema, das uns bewegt, moderne Lieder, aktive Einbeziehung der Besucher:innen, Impulse zum Nachdenken statt fertiger Antworten, eine Meditation, Begegnung mit Gott im stillen Gebet an drei Gebetsstationen im Kirchenraum.
Nicht zu vergessen: Das anschließende gemütliche Beisammensein. „5 x anders“ wurde von einem Team gestaltet, das aufrütteln und ansprechen will und mit Begeisterung Gottes Liebe weiter gibt. Die Idee eines Abendgottesdienstes hat sich bewährt und wurde ausgebaut. Seit August 2018 feiern wir in St. Johannis regelmäßig am 3. Sonntag im Monat einen Abendgottesdienst
Premiere war am 19. Juni 2011 mit dem Thema „Happy Hour mit Gott“. Höhepunkte waren sicherlich die Gottesdiensten mit Gästen: - Lars Quittkat hat seine „kleine geistliche Typberatung“ vorgestellt - John Mc Gurk sprach über seine traumatischen Kindheitserfahrungen und darüber, wie der Glaube ihm aus Krisen herausgeholfen hat. - Ingo Beimdiek und Rolf Adler diskutierten über Roboter und KI - Die Lobpreisband der Andreasgemeinde ließ uns andere Formen von Musik und Worship erleben -
Das Interview mit „Andere Zeiten“ Oder die vielen „anders“-Themen: - Engel anders, Abend-ma(h)l anders, sterben anders, beten mal anders, Pappnasen mal anders, „Greta“ mal anders, Kunst mal anders, Koffer anders auspacken, der andere Advent usw. - „Before I die“ und „Ein Koffer für das letzte Hemd“ waren mit anderen Aktionen verbunden Doch auch viele weitere Themen und Formen bleiben in Erinnerung: Kino mit Gott gab es mehrfach, die Adventsspirale ebenso.
Was bleibt? Wie geht es weiter? - Es bleiben hoffentlich viele gute Erinnerungen und Glaubensimpulse. - Es bleibt die Dankbarkeit dafür, dass Gott durch diese Gottesdienste ermutigt, getröstet, motiviert oder Hilfe zum Leben und zum Glauben gegeben hat. - Es bleibt der Dank an ein Team, dass sich ergänzt hat, immer wieder kreativ war und oft Spaß bei der Vorbereitung hatte. - Es wird auch weiterhin kreativ gestaltete Abendgottesdienste geben, insbesondere solche, die die Gebetsphase mit den Gebetsstationen beibehalten (siehe unten) - Und dann?
Und dann ist da noch die Hoffnung, dass der Eine oder die Andere der Besucher:innen der Gottesdienste oder Leser:innen dieses Textes Lust hat, auch einmal einen solchen Gottesdienst zu gestalten.
NEU: „Zeit mit Gott“ - Ein neues Gottesdienstformat mit Zeit für Gebet, Zeit für Glaubensimpulse und Zeit für inspirierenden Themen. (Weitere Infos im nächsten Turmhahn!)